Paradox

P. ist, was der doxa, der Meinung widerspricht. Das →Neue Sein in →Jesus als dem Christus ist das einzige, allumfassende P. des Christentums. Das „Ärgernis“, das der paradoxe Charakter der christlichen Botschaft erregt, richtet sich gegen die Selbst-Erlösungsversuche des Menschen.
Das P. der christlichen Botschaft besteht darin, dass mit Jesus dem Christus in einem personhaften Leben das Bild wesenhaften Menschseins unter den Bedingungen der →Existenz erschienen ist, ohne von ihnen überwältigt zu werden. D.h.: →Gott hat an dem teil, was von ihm entfremdet ist und ihn zurückgewiesen hat (II 100–105).
Die Jünger müssen das P. begreifen, dass der, von dem sie glauben, dass er die existentielle →Entfremdung überwindet, an ihr zugrunde gehen muss (II 107).
Bejahen, dass man bejaht ist, ist das P. der Erlösung, ohne das es keine Erlösung, sondern nur Verzweiflung geben würde (II 92). In dem →Mut, das eigene Gutsein Gott zu überantworten, wird das P. des →Neuen Seins erlebt (III 260). CH

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