heilig

H. ist ein profaner Gegenstand, der für das Göttliche transparent ist. Er ist nicht an sich h., sondern deshalb, weil er sich selbst negiert, indem er auf das Göttliche hinweist. Was für sich selbst H.keit in Anspruch nimmt, wird dämonisch (I 252). Das H.e ist die Qualität dessen, was den Menschen unbedingt →angeht und wird „ekstatisch“ (→Ekstase) erlebt, d.h. in einer Erfahrung, die jede gewöhnliche Erfahrung transzendiert, ohne ihr zu widersprechen (II 14). Der Mensch erfährt das H.e als tremendum und fascinosum, als Grund und Abgrund des →Seins. Nur wegen der existentiellen Zerreißung steht das H.e im Gegensatz zum Unreinen und zum Profanen. Essentiell dagegen gehört das Unreine als das →Dämonische zum numinosen Charakter des H.en, welches keine Sondersphäre zum Profanen darstellt: Alles Profane kann die →Dimensionen der Tiefe haben. Der existentielle Zustand des Kampfes zwischen H.em und Profanem heißt „Sünde“.
Auch Personen können h. sein, so wird in der biblischen Religion das H. personalistisch erlebt. DD

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