Auferstehung

(a) A. des Christus. Die A. bezeichnet nicht die Wiederbelebung eines bestimmten Menschen oder sein Wiedererscheinen als individueller Geist (I 169), sondern das →Symbol der A. des Christus zeigt den Sieg des →Neuen Seins in Jesus als dem Christus über die existentielle →Entfremdung, der er sich unterworfen hat (I 172). Es drückt die Erfahrung einiger Menschen aus, dass Jesu Tod sie nicht von ihm trennen konnte, sondern er als Träger des Neuen Seins gegenwärtig bleibt.
Nach dem schimpflichen Tod Jesu haben die Jünger, die ihn als Christus bekannten, die traditionelle Vorstellung der A. auf ihn übertragen (I 166). Die Behauptung, dass dem Symbol der A. ein Ereignis zugrunde liegt, war also z.T. eine Konsequenz des Jüngerglaubens. Aber dieser →Glaube wurde durch ein Ereignis bestätigt, welches in geheimnisvoller Dunkelheit bleibt.
(b) A. des Leibes. Dieser hoch symbolische Ausdruck stellt die Partizipation des Menschen am →Ewigen Leben jenseits des Todes dar. Am Ewigen Leben im Reich Gottes nimmt der Mensch mit allen Dimensionen des →Seins teil (physisch, geistig, psychologisch, sozial und als individuelle Person in ihrer Einmaligkeit.) Das Ewige Leben ist →Leben und keine undifferenzierte Identität (II 465f.).
(c) A. allgemein. Das Symbol der A. drückt die Gewissheit aus, dass sich aus dem Tod des zeitlichen Lebens das Ewige Leben erhebt, ebenso wie das Neue Sein aus dem alten hervorgeht. Insofern ist „A.“ der symbolische Ausdruck für den theologischen Zentralbegriff des Neuen Seins, ein universales Symbol für die eschatologische Hoffnung (II 467). DD

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